FSC wird 25 Jahre alt. Und zum Jubiläum hagelt es Kritik für den Forest Stewardship Council. Das Holzlabel schütze keinen Wälder, sondern diene nur noch den Interessen der Holzwirtschaft. Greenpeace ist deshalb kürzlich ausgetreten. Und überhaupt sei FSC gescheitert, weil seit seiner Gründung so viel Wald verloren gegangen sei.
Das ist mir in der Argumentation doch deutlich zu einseitig. Für die Waldverluste gibt es vielfältige Gründe. Dazu gehören illegaler Holzeinschlag genauso wie Umwandlungen in landwirtschaftliche Flächen. Baumplantagen können nicht nach FSC-zertifiziert werden, wenn sie auf Waldflächen entstanden sind, die nach 1994 umgewandelt wurden. „Warum wir den FSC weiter brauchen“ weiterlesen
Tatsächlich, der Panda hat in der Evolution einen zweiten Daumen entwickelt. Der Grund: Mit dem verlängerten Handwurzelknochen kann er Bambusstangen besser festhalten. Auch der Rest seines Körpers ist perfekt an seine Ernährung angepasst: Seine Speiseröhre ist zum Beispiel mit Horn ausgekleidet – so können ihn die scharfkantigen Bambusstücke beim Schlucken nicht kratzen.
Essen und Schlafen füllen fast den ganzen Tag aus. Klingt gut, aber er muss auch einen Riesenberg von bis zu 18 Kilo Bambus täglich fressen. Der Bambus ist so kalorien- und nährstoffarm, dass der Panda sich weder schnell bewegt noch besonders intensiven Beschäftigungen nachgeht – außer Essen und nun ja, dem Gegenteil. Der Panda produziert täglich auch zehn Kilogramm Kot.
Bär, Hund, Katze – was ist der Panda?
Der Panda gehört zur Überfamilie der Hundeartigen. Im Chinesischen wird er aber als große Bärenkatze bezeichnet. Sein wissenschaftlicher Name (Ailuropoda melanoleuca) gibt Aufklärung: Schwarz-weißer Katzenfüßler. Leichtfüßig wie eine Katze ist er zwar nicht, aber er kann in der Nacht ebenso gut sehen, da er ähnliche Pupillen wie eine Katze besitzt.
Warum sind Pandas schwarz und weiß?
Tarnung, Wärme oder Mode? Es ist ein Rätsel: Von der Abschreckung von Feinden über Tarnung in den schneebedeckten Bambushängen bis hin zur Wärmeregulation wird unter Wissenschaftlern vieles diskutiert.
Pandas fressen nur Bambus? Nicht ganz…
Pandas sind Flexitarier. Der Panda zählt zwar zu den Raubtieren, lebt aber weitestgehend vegetarisch. Und ja, 99 Prozent seiner Nahrung besteht aus Bambus , daneben frisst er Kräuter wie Bocksdorn und Enzian. Raupen und kleine Wirbeltiere, die ihm vor die Nase kommen, frisst er auch schon mal mit.
Wie viele Pandas gibt es in der freien Natur?
In den 1970er Jahren waren es kaum mehr als tausend Tiere, heute gibt es durch effektive Naturschutzarbeit in der Wildnis wieder rund 1860 Pandas, allerdings bewohnen sie nur einen Bruchteil ihres ursprünglichen Gebietes. In jedem einzelnen Areal leben lediglich maximal 250 Exemplare.
Im Gegensatz zu anderen Bären halten Pandas keine Winterruhe, sie wandern lediglich in tiefer gelegene und somit etwas wärmere Regionen.
Wie kommunizieren Pandas?
Pandas verwenden die unterschiedlichste Laute, um sich auszudrücken. Bei Paarungen kann man ein Zirpen vernehmen, ein „Hupen“ wenn sie sich unwohl fühlen. Sie können auch ähnlich wie eine Ziege meckern – auf diese Weise wollen sie freundlich Kontakt aufnehmen. Ein lautes Bellen soll einen Feind warnen. Wenn Pandas schreien, haben sie Schmerzen oder wollen sich unterwerfen.
Wilderei? Todesstrafe in China!
Pandas werden heute nicht mehr gejagt, denn es gibt faktisch keinen Markt, seitdem die Wilderei auf Pandas streng bestraft wird – in China sogar mit der Todesstrafe. Pandas werden dennoch Opfer von Jägern, weil sie in Fallen aus Drahtschlingen sterben, die eigentlich zur Jagd auf andere Tiere aufgestellt wurden.
Und der WWF-Panda?
Als Vorbild für das WWF-Logo diente Chi Chi, der einst im Londoner Zoo wohnte und 1958 sogar einige Wochen im Berliner Tierpark verbrachte. Zwar lebt Chi Chi schon lange nicht mehr, als Markenzeichen für eine der größten Umweltorganisationen der Welt bleibt der schwarz-weiße Bambusbär lebendig. Als seltene Tierart ist er heute ein Symbol für den Arten- und Naturschutz weltweit.
Habt ihr auch dieses Video gesehen über Tigerhandel in Europa? Die Recherche der Tierschutzorganisation Vier Pfoten haut mich ehrlich gesagt um: Der lukrative Handel mit Tigern und Tigerteilen findet nicht nur in Asien statt, sondern direkt vor unserer Haustür.
Crushed bones destined to make wine, broth with supposed medicinal virtues… Tiger trafficking also exists in Europe.
Gepostet von Brut nature am Dienstag, 31. Juli 2018
Razzien gegen Tigerhandel in Tschechien
Tschechische Behörden haben mehrere Razzien in Prag sowie Zentral- und Nordböhmen durchgeführt. Dabei fanden sie einen kürzlich mit einem Kopfschuss getöteten Tiger. Einer der Verdächtigten hatte die Tigerknochen und andere Tigerteile schon verarbeitet. Auf dem Vietnamesischen Markt in Prag fanden Polizisten Tigerfleisch.
Eines der durchsuchten Objekte gehört einem Zirkusdirektor, der auf dem Video stolz seine Tigerzuchtanlage in der Nähe von Prag präsentiert. Von hier aus sollten Tiger nach Asien verkauft werden. Dorthin, wo Tiger und Tigerteile als Bestandteile für traditionelle Medizin hochbegehrt sind.
Tigerhandel in Europa – und was macht die EU?
Das ist natürlich mehr als schockierend! Was aber mindestens genauso unfassbar ist: Der Handel mit Tigerteilen aus Nachzuchten ist unter Umständen noch nicht einmal illegal. Obwohl der Tiger auf dem höchsten Niveau des Washingtoner Artenschutzabkommens streng geschützt ist, verbietet das vor allem den kommerziellen Handel mit WILD LEBENDEN Tigern oder deren Teilen. Tiger aus registrierten und genehmigten Nachzuchten – sollte es solche geben – dürfen unter gewissen Umständen kommerziell gehandelt werden. Wie kann das sein? Welche Rechtfertigung kann es für solche Ausnahmen geben?!
Die Europäische Union hat die international verbindlichen Gesetze des Washingtoner Artenschutzabkommens auf strengste Weise in EU-Recht überführt. Das ist für alle Mitgliedsstaaten verbindlich. Der Tiger ist hier unter Anhang A gelistet. Das bedeutet: maximaler Schutz. Und weil es keine genehmigten Nachzuchten gibt, ist der Tigerhandel in der EU verboten.
Niemand weiß, wie viele Tiger in Europa gehalten werden
Aber wer kümmert sich darum, dass diese Gesetze auch wirklich in den Ländern nachgehalten und vollzogen werden? Niemand kann sagen, wie viele Tiger derzeit in Europa gehalten, wohin sie verkauft werden, was nach ihrem Tod mit ihnen passiert. Natürlich sind die Nachzuchten, wie in Tschechien aufgedeckt, weder angemeldet noch genehmigt – aber wer kontrolliert das? Hier fehlt es an qualifizierten Zuständigen sowie an Manpower.
Für unseren Kampf gegen Wilderei ist das ein herber Schlag. Gut möglich, dass in Europa geborene Tiger etwa aus zwielichtigen Zirkussen zu Tigerwein oder traditionellen Arzneimitteln verarbeitet werden. Wie gesagt, der Handel mit Tigern aus Nachzuchten ist nicht überall verboten. In China ist ein begrenzter Handel mit Tigerfellen und Tigerwein von Tigern aus Nachzuchten erlaubt. Auch in Laos, Vietnam und Thailand gibt es Tigerfarmen, die unter grausamsten Bedingungen Tiger halten, um sie zu schlachten und ihre Teile für fragwürdige Bedürfnisse zu verkaufen.
Da der Handel mit frei lebenden Tigern verboten ist, schmuggeln Kriminelle, gewilderte Tiger aus freier Wildbahn (zum Beispiel aus Nepal, Indien, Russland oder Indonesien) illegal in Länder mit Tigerfarmen. Dort werden sie in Tigerfarmen eingeschleust – und damit „legal gewaschen“. Da die Tiger in den Farmen nicht registriert sind, kann am Ende kaum einer sagen, ob die gehandelten Tigerteile, von einem wilden, gewilderten Tiger stammen oder aus einer „legalen“ Nachzucht.
Wir fordern seit Jahren:
100% Handelsverbot mit Tigern – EGAL, woher sie kommen! Denn der legale Handel befeuert den illegalen Handel und bedroht das Überleben der Tiger in freier Wildbahn. Gerade wenn der Handel so schlecht reguliert ist wie hier.
Tigerfarmen müssen stufenweise geschlossen werden! Das kann aber erst passieren, wenn die gesetzliche Grundlage geschaffen ist, die den Tigerhandel vollständig und für alle Länder verbietet.
Wenn Du etwas für den Tigerschutz tun möchtest:
Wir alle können etwas für den Tigerschutz tun: Geht nicht in irgendwelche Tigershows! Ja, damit meinen wir auch den Zirkus. Jeden einzelnen, der egal wo, mit Shows mit wilden Tieren wirbt und dressierte Tiger vorführt.
Lass dich nicht zu irgendwelchen Tiger Selfies hinreißen! Wer ominöse Tigertempel oder Tigerzoos in Südostasien besucht, der unterstützt damit nicht nur Tierquälerei, sondern auch unter Umständen Tigerschlachthäuser. Und by the way: Wenn Du mit einem Tiger oder einem anderen pelzigen Freund auf Tinder posierst, bekommst Du zu 53 Prozent weniger Nachrichten. Hat eine Studie auf zoosk herausgefunden.