Vor Beginn der IAA 2021 fordert Amnesty Autokonzerne dazu auf, bei der Batterieherstellung Menschenrechte stärker zu schützen.
Durstiges Deutschland: Warum unser Essen anderswo viel zu viel Wasser verbraucht
Jeder von uns braucht Wasser. Wasser ist Leben. Und wir brauchen auch Wasser für unser Essen. Sehr viel Wasser. Aber welche Lebensmittel benötigen besonders viel Wasser? Und wo werden die angebaut? An diesen Fragen haben wir im zweiten Bericht unserer Reihe „So schmeckt Zukunft — der kulinarische Kompass für eine gesunde Erde“ gearbeitet. Und wir haben erstmals untersucht, welches Risiko der Wasserknappheit vor Ort entsteht — also wo unsere Ernährung anderswo Mensch und Natur buchstäblich das Wasser abgräbt.
Warum wir uns um das Wasser in unseren Lebensmitteln kümmern müssen
Rund 70 Prozent allen genutzten Süßwassers wird durch die Landwirtschaft verbraucht. Alleine das belastet schon die globalen Süßwasserreserven. Hinzu kommen die Auswirkungen der Klimakrise mit häufigeren Dürren und Hochwassern. Als Resultat wird weltweit das Süßwasser knapper. Wasserknappheit ist eine der größten Gefahren für Mensch und Natur.
Die Tomaten aus Spanien: Wir verbrauchen viel zu viel Wasser in den trockenen Regionen
Unsere Ernährungsgewohnheiten spielen dabei eine erhebliche Rolle. Unser Bericht zeigt deutlich, dass unsere Lebensmittel die Konflikte um Wasser in vielen Regionen verschärfen. Insgesamt werden 2,4 Milliarden Kubikmeter Wasser zur Bewässerung durch unsere Nachfrage nach Lebensmitteln verbraucht. So viel wie der Chiemsee hat. Der Großteil davon wird außerhalb Deutschlands vergossen. Insbesondere Obst, Gemüse oder Nüsse aus trockenen Regionen wie Spanien, der Mittelmeerküste oder Kalifornien benötigen viel Bewässerung.

Wir alle wissen, dass wir weniger Fleisch essen müssen. Wir müssen aber auch eindeutig sagen: Für eine mehr pflanzenbasierte Ernährung ist Deutschland nicht vorbereitet. Bei gleichbleibenden Produktionsbedingungen erhöht sich bei einer pflanzenbasierten Ernährung der Wasserverbrauch — und damit die Wasserknappheit in bereits jetzt gefährdeten Regionen.
Wir brauchen den Wandel in der Landwirtschaft
Damit wir uns in Deutschland zukünftig gesund und nachhaltig ernähren, ohne das Wasserrisiko in anderen Regionen zu erhöhen, braucht es einen grundsätzlichen Wandel der Politik. Denn bislang liegt der Fokus auf dem Anbau von Futtermitteln und der Tierhaltung. Wir sind in großen Anteilen abhängig von Importen für Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte oder Nüssen. Dies muss sich ändern.
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Es gibt zwar eine Eiweißpflanzenstrategie, die darauf ausgerichtet ist, den Anbau und Vermarktung von eiweißhaltigen Futtermitteln für Schweine, Geflügel und Co zu verbessern. Ausgeklammert ist bisher die Proteinfrage für den Menschen. Dabei werden Erbsen, Bohnen und Co als alternative Proteinquelle durch den boomenden Markt der Fleischersatzprodukte stark nachgefragt. Das Angebot kommt nicht hinterher. Und es gibt noch eine starke Schieflage beim Preis: Pflanzliche Lebensmittel, insbesondere Fleischersatzprodukte, sind im Schnitt noch doppelt so teuer, wie Billigfleisch, wie unsere Rabattanalyse gezeigt hat.
Ohne Ernährungswende gibt es keinen wirksamen Klimaschutz
Wir brauchen aus ökologischen und gesundheitlichen Gründen eine Ernährungswende. Mit dieser Forderung bin ich nicht alleine, das ist Konsens. Das steht etwa im Abschlussbericht der Zukunftskommission Landwirtschaft, dem Gutachten des Wissenschaftlichen Beirates für Ernährung oder auch in den Empfehlungen des Bürgerrates.

Die kommende Bundesregierung muss
- Eine ressortübergreifende Ernährungsstrategie etablieren, die sich an den planetaren Belastungsgrenzen orientiert
- die Ausweitung des heimischen Anbaus von Obst, Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten umfassend unterstützen
- ein Lieferkettengesetz verabschieden, das die gesamte Lieferkette betrachtet und auch die Umwelt, und damit auch Wasserrisiken, als eigenständiges Schutzgut adressiert
- eine Lenkungsabgabe auf tierische Lebensmittel mittelfristig eine Nachhaltigkeitssteuer einsetzen
- ein verpflichtendes Nachhaltigkeitslabel für Lebensmittel einführen, das über den Klimafußabdruck hinausgeht und beispielsweise Wasserrisiken und Biodiversitätsverlust umschließt
Ziel muss zukünftig sein, dass die einfache Wahl auch die gesunde und nachhaltige Wahl ist. Auch für einkommensschwachen Haushalte. Ob beim Einkauf, im Restaurant oder in der Schule: eine planetarisch-kulinarische Ernährung muss für jeden zur Verfügung stehen. Frei von Beigeschmack.
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Quallen: Wesen wie von einem anderen Stern
Letzte Woche sorgten mehrere Riesenquallen für Aufregung, die an Mallorcas Stränden gesichtet wurden. Gleich zur Entwarnung: Obwohl sie 40 Kilogramm schwer werden kann, ist diese Quallenart wie viele andere auch für den Menschen harmlos. Was ich aber schade finde: Dass Quallen oft so einen Horror hervorrufen. Dabei gehören sie zu den ältesten und ursprünglichsten Lebewesen der Erde mit vielen faszinierenden Eigenschaften! Warum brennen ihre Berührungen? Wie gefährlich sind Quallen? Weshalb kommt es zur Quallenplage? Und was sind das überhaupt für merkwürdige Wesen?
Ohne Hirn, Herz und Knochen
Quallen bestehen zu 99 Prozent aus Wasser, haben kein Gehirn, kein Herz, kein Blut und keine Knochen. Sie setzen sich aus nur drei Schichten zusammen: Der Außenhaut, einer gallertartigen Glibbermasse als elastische Zwischenschicht — im Englischen heißen sie deshalb Jellyfish — und einer inneren Schicht mit Hohlraum als Magen.
Überlebenskünstler
Quallen besitzen ein Netz aus Nervenzellen und nehmen Reize wie zum Beispiel Licht oder Schwere durch Sinneszellen in ihrer äußeren Hautschicht wahr. Zwar fehlt ein zentrales Gehirn, das diese Wahrnehmungen verarbeiten kann. Doch bestimmte Reize führen automatisch zu bestimmten Reaktionen. So können sie gezielt jagen, Feinde abwehren und sich paaren. Gerade weil sie so einfach gebaut und dazu recht anspruchslos sind, können sich Quallen gut an Veränderungen ihrer Umwelt anpassen.
Warum brennt die Berührung der Qualle?

Obwohl so ursprünglich und einfach gebaut, haben Quallen und ihre Schwestern die Korallen und Seeanemonen eine hochkomplizierte Wunderwaffe von ihrem Vorfahren geerbt: Giftharpunen! Diese sind in Nesselkapseln aufgewickelt, die bei Berührung explodieren und die Harpunen an Fäden herausschleudern. Die Fangarme der Quallen sind mit tausenden dieser Nesselzellen besetzt. Oft sind die Fäden hohl und enthalten Gift, welches dann die Beute der Medusen — Krebstiere, Larven und kleine Fische — lähmt oder tötet. Ob eine Qualle für den Menschen gefährlich werden kann, hängt davon ab, ob die Harpunen genug Wucht haben, die menschlichen Hautzellen zu durchstoßen und welches Gift die Quallenart benutzt. Für Menschen ist es selten tödlich, löst aber häufig Juckreiz und Brennen aus.
Stechen auch tote Quallen?
Die Tentakel von Quallen können sehr kurz, aber auch bis zu 20 Meter lang sein und noch bei toten Quallen brennen. Ebenso wenn sie vom Körper abgetrennt im Meer treiben. Man spricht dabei tatsächlich von einem Quallenstich.
Die giftigste Qualle der Welt

Die giftigste Qualle der Welt ist gleichzeitig das giftigste Tier der Erde überhaupt: Die australische Seewespe. Wegen ihr werden in Australien viele Badestrände mit Netzen abgeschirmt. Das Gift ihrer zwei bis drei Meter langen Tentakel könnte theoretisch 250 Menschen töten.
Die Seewespe ist eine Würfelqualle, erkennbar an ihrer vierkantig wirkenden Form. Insgesamt unterscheidet man zwei große Gruppen von Quallen: Die Scheiben- oder Schirmquallen, die für den Menschen ungefährlich sind. Und die sehr giftigen Würfelquallen. Letztere leben hauptsächlich in tropischen Gewässern und sind die einzigen Quallen mit Linsenaugen.
Quallen in Nord- und Ostsee

In kälteren Gewässern wie der Nordsee oder Ostsee gibt es keine Würfelquallen. Die häufigste Qualle hier ist die Ohrenqualle, benannt nach ihrem Muster. Ihr Gift kann die Haut des Menschen nicht durchdringen.
Anders ist das bei den Feuerquallen: So werden verschiedene Quallenarten bezeichnet, deren Fangarme beim Menschen Hautreizungen hervorrufen. Bei uns heimisch gehören dazu die Gelbe und Blaue Haarqualle, die Leuchtqualle und die Kompassqualle.
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Faszinierende Feuerquallen
Obwohl Feuerquallen eigentlich sehr giftig sind und sich unter anderem von kleinen Fischen ernähren, benutzen einige Fischarten in der Nordsee wie Pferdemakrelen und Wittlinge diese Quallen als treibende Nachwuchskrippe. Ähnlich wie die Clownfische und ihre Anemone bei „Findet Nemo“.
Was tun nach einem Quallenstich?
Wie behandelt man eine Quallenverbrennung? Was hilft und was sollte man besser nicht machen? Nach der Berührung mit Quallententakeln bleiben häufig Nesselkapseln auf der Haut zurück. Übergießt man die Stelle mit Süßwasser oder Alkohol oder rubbelt sie gar mit einem Handtuch ab, zerplatzen die Kapseln und brennen noch mehr. Besser Sand darüber streuen und ihn zum Beispiel mit einer Plastikkarte abstreichen. Wenn möglich die Haut vorher mehrfach mit Essig übergießen. Auch mit Hilfe von Rasierschaum lassen sich die Kapseln nach kurzer Einwirkzeit abschaben. Gleichzeitig kühlt er. Bei Kreislaufproblemen solltest Du einen Arzt aufsuchen. In Regionen mit sehr giftigen Quallen sowieso.
Warum stranden Quallen? Weil sie Plankton sind!
Quallen bewegen sich mit Rückstoßbewegungen fort, indem sie ihren Schirm zusammenziehen und öffnen. Sie können so bis zu zehn Kilometer pro Stunde schnell werden. Hauptsächlich werden sie aber von Meeresströmungen getrieben. Gegen diese kommen sie nicht an und gelten deshalb wissenschaftlich als gelatinöses Plankton, also lebendiges Treibgut.
Von der Strömung werden die Quallen auch an den Strand gespült. Interessant: Ihre Sinneszellen nehmen das wahr, ebenso wenn man sie berührt. Obwohl sie keinen Schmerz empfinden können, möchten sie vermutlich lieber ins Meer zurückgeworfen, als am Strand herumgekickt werden.
Was sind das eigentlich für Tiere?

Quallen gehören zum Stamm der Nesseltiere wie ihre Schwestern, die Korallen und Seeanemonen. Die verfügen nämlich über ähnliche Harpunen.
Und jetzt wird es noch etwas komplizierter. Quallen sind die Nesseltiere nämlich nur in einem Stadium ihres Lebens. Zunächst schlüpfen aus Eiern winzige Larven. Die verwandeln sich in Polypen – jetzt schon mit Fangarmen ausgestattet – und sitzen wie kleine Bäumchen am Meeresgrund oder auf Steinen fest. Von den Polypen lösen sich schließlich Teile, die sich zu schwimmfähigen Medusen ausbilden. Die Qualle ist also kein eigenes Tier, sondern ein Stadium im Lebenszyklus.
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Auch die im Mittelmeer vorkommende, giftige Portugiesische Galeere ist übrigens keine Qualle, sondern ein Zusammenschluss von Polypen.

Wie kommt es zur Quallenplage?
Ein massenhaftes Auftreten der Medusen, die sogenannte Quallenblüte, ist Ausdruck der Zerstörung unserer Umwelt: Überdüngung steigert das Nahrungsangebot der Medusen, die Erwärmung der Meere durch die Klimakrise und die Überfischung mindern die Fressfeinde der Glibbertiere.
Dabei sind zu viele Quallen nicht nur lästig beim Baden, sie verstopfen auch Kühlanlagen von Kraftwerken und Schiffen, bringen bei einer Überpopulation das Ökosystem durcheinander und gefährden ganze Fischbestände.
Auch Plastikmüll fördert die Quallenblüte
Das ist tatsächlich so! Plastikmüll am Meeresgrund und zum Beispiel auch die Füße von Bohrinseln und andere Betonbauten bieten einen guten Untergrund für das Festsetzen von Polypen. Außerdem schaden treibende Plastiktüten den Fressfeinden der Quallen — Seevögeln, Meeresschildkröten und verschiedenen Fischarten – wenn diese die Tüten mit Quallen verwechseln und daran verenden.

Auf Terminator-Art
Noch etwas Interessantes zum Schluss: Verlieren die Medusen einen ihrer Tentakel oder einen Teil ihres Schirms, wächst die Stelle wieder nach. Quallen verfügen über verschiedene erstaunliche Selbstheilungsmethoden und sind manchmal sogar unsterblich.
Die unsterbliche Qualle
Obwohl Quallen normalerweise nur wenige Stunden bis Monate alt werden, gibt es eine Art, die stets wieder jung wird. Die Turritopsis Dohrnii lebt im italienischen und spanischen Mittelmeer. Nach der Vermehrung bildet sie sich zum Polypen zurück, startet wieder von vorne und entwickelt sich neu!
Diese Unsterblichkeit ist nicht das Einzige, was Quallen für die Wissenschaft interessant macht. Das Kollagen ihrer Gelmasse wird in der Kosmetik eingesetzt, das fluoreszierende Protein leuchtender Medusen spielt eine große Rolle in der Molekularbiologie (Chemie-Nobelpreis 2008!) Proteinreich und fettarm gelten die Glibbertiere als neues Superfood. Nicht zuletzt sind sie – in normaler Anzahl – wichtig für ein gesundes Gleichgewicht unserer Meere.
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Warum gibt es diesen Sommer so wenige Wespen?
Was ist dieses Jahr mit „den Wespen“ los? Sonst sind sie bei jedem Picknick oder beim Grillen oftmals unerwünschte und zum Teil recht penetrante Besucher. Doch bleibt ihr Besuch dieses Jahr zuallermeist aus. Ist dies ein Teil des Insektensterbens, das schon seit langen in aller Munde ist?
Aber wir müssen erst mal mit einem Missverständnis aufräumen. Nur zwei Arten der Wespen suchen die Nähe zu unserem Kuchen und anderen Speisen. Die große Mehrheit, der über 620 Stechwespenarten ist gar nicht daran interessiert. Und uns gegenüber auch nicht aggressiv.

Ihren schlechten Ruf haben die Wespen durch nur zwei Vertreter der sozialen Wespen aus der Familie der sogenannten Kurzkopfwespen. Es sind die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe (nicht von gemein, sondern von gewöhnlich abgeleitet).
Kalt und feucht mögen Wespen gar nicht
Aber was ist nun los mit diesen beiden Arten? Der feuchte und anhaltend kalte Winter hat dazu beigetragen, dass mehr Königinnen als sonst schlicht und einfach erfroren sind.
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Zusätzlich hat der kalte und feuchte Frühling das Nahrungsangebot stark verringert. Zusätzlich haben viele unter einer Verpilzung gelitten. Auch dadurch sind viele Königinnen zu Grunde gegangen — sie sind verhungert. Und jede gestorbene Königin bedeutet ein Volk weniger, das aus mehreren tausend Tieren bestehen kann. Auch die frischen Nester haben unter dem feuchten Klima gelitten.
Es war aber nicht nur der kalte Frühling
Jedoch ist gerade bei der Deutschen Wespe seit einigen Jahren ein genereller Schwund zu sehen. Was diesen genau bewirkt ist nicht gänzlich klar und muss noch untersucht werden. Es ist auf jeden Fall denkbar, dass es mit dem allgemeinen Insektensterben zu tun hat, wie etwa bei den Schmetterlingen. Einen gegenteiligen Trend sehen wir allerdings bei der Gemeinen Wespe. Hier sind die letzten Zahlen eher steigend gewesen.
Wespen sind Nützlinge
Auch wenn viele Menschen von Wespen genervt sind oder sogar panischen Angst entwickeln: Ganz generell muss ich hier endlich mal aus Biologensicht eine Lanze für die Wespen brechen – denn Wespen sind nicht nur schöne und faszinierende Tiere, sie sind auch noch sehr nützlich.
Als Schädlingsbekämpfer leisten sie wertvolle Dienste im Garten. Ihre bevorzugte Beute für die Brutaufzucht sind Fliegen, Maden, Heuschrecken, Mücken, Schnaken, Blattläuse, Raupen und Spinnen. Zudem helfen Wespen im Frühjahr bei der Bestäubung von Blüten.
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Somit ein gutes Geschäft für uns Menschen. Wespen sorgen für weniger Pflanzenschädlinge und weniger Mücken. Doch, falls das allein nicht überzeugen sollte: Wespen stehen auf dem Speiseplan von einigen Vögeln wie zum Beispiel der Neuntöter, der Bienenfresser oder gar der seltene Wespenbussard, welche dann ebenfalls mit etwas Glück im Garten zu beobachten sind.
Tipps für eine friedliche Koexistenz mit Wespen
Und auch wenn das kaum einer glauben mag: Wespen stehen unter Naturschutz. Für das Fangen, Verletzen oder Töten der Tiere drohen heftige Bußgelder.
Auch die Nester der Wespen sind natürlich geschützt. Wir müssen uns also sowieso mit den Tieren arrangieren, auch wenn sie im Spätsommer in vielen Jahren wirklich lästig sind.

Aber mit ein paar Verhaltensweisen kann man die Gefahr eines besonders unliebsamen Begegnung mit Wespen im Spätsommer deutlich mindern.
- Wespen nicht anpusten oder hektisch herumwedeln. Die Tiere können sich dadurch bedroht fühlen und stechen. Gerade das Kohlenstoffdioxid im Atem ist für Wespen ein Alarmsignal. Also am besten ruhig bleiben und sich mit Bedacht bewegen.
- Süße Nahrungsmittel abdecken, kleinen Kindern nach dem Essen sofort den Mund abwischen, Reste nicht stehen lassen und auch wenn man mit Strohhalm trinkt, nachprüfen ob sich eine Wespe im Getränk befindet.
- Wespen werden von Parfums, Cremes und Möbelpolitur sowie bunten Farben angezogen, daher so gut es geht darauf verzichten.
- Als besonders wirksames Ablenkungsmanöver empfiehlt es sich im frühen Sommer gekochten Schinken und im Spätsommer überreife Weintrauben in fünf bis zehn Meter Abstand vom eigenen Essen aufstellen.
- Wespenester sind unbedingt meiden, denn diese werden besonders aggressiv verteidigt. Falls sich ein Nest in unmittelbarer Nähe des Wohnortes befindet, muss unbedingt zur Beseitigung ein professioneller Schädlingsbekämpfungsdienst gerufen werden.
- Nicht barfuß auf einer Wiese laufen, schon gar nicht wenn vielleicht ein Obstbaum schon ein paar Früchte hat fallen lassen.
Weitere gute Tipps hatten wir schonmal hier aufgeschrieben. Lohnt sich auch mal reinzugucken. Denn wer weiß, wie war das nächste Frühjahr wird. Kann gut sein, dass der Sommer 2022 ein richtiger Wespensommer wird.
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Katar: Todesfälle von Arbeitsmigrant_innen müssen untersucht werden
In einem neuen Bericht kritisiert Amnesty International das Versäumnis katarischer Behörden, den Tod tausender Arbeitsmigrant_innen in den vergangenen zehn Jahren nicht untersucht zu haben, obwohl es Hinweise gibt für einen Zusammenhang zwischen ihrem vorzeitigen Tod und den gefährlichen Arbeitsbedingungen.
