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respect nature & human rights
7900 Quadratkilometer. Das sind knapp 10.000 Fußballfelder. So viel Wald haben wir am Amazonas in Brasilien laut offiziellen vorläufigen Angaben zwischen 2017 und 2018 verloren. So viel war es seit zehn Jahren nicht mehr. Ich selbst habe es im November gesehen. „Brasiliens Wald- und Klimaschutz in Gefahr“ weiterlesen
Klimawandel stoppen geht nur, wenn verschiedene Akteure ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten: Wir als Privatpersonen durch unser Handeln und unsere Konsumentscheidungen, die Politik durch eine konsequente Energie- und Klimapolitik und die Wirtschaft durch klimafreundliche Produkte und Dienstleistungen.
Um den Klimawandel zu stoppen haben wir im Verbundprojekt Weg in die <2°-Wirtschaft von WWF Deutschland und Stiftung 2° mit rund 40 Unternehmen zusammengearbeitet, die als Vorreiter für ein Wirtschaften im Einklang mit den Pariser Klimaschutzzielen vorangehen. Unternehmen sind nicht nur die Ursache, sondern auch die Lösung für die Klimakrise. Um den Klimawandel zu stoppen, brauchen wir ambitionierte Klimaziele der Wirtschaft und klimaneutrale Produkte und Diestleistungen. Eine <2°-Wirtschaft ist nicht nur notwendig, sondern von vielen Unternehmen gewollt. Wir haben rund 100 UnternehmerInnen zusammengebracht und 11 Workshops durchgeführt, um Chancen durch den Klimaschutz zu identifizieren, Ideen zu entwickeln und Lösungen umzusetzen.
Die Vision: Die deutsche Wirtschaft muss 2040 treibhausgasneutral sein. Mobilität, Wohnen, Arbeiten und die industrielle Produktion müssen sich so verändern, dass nahezu keine klimaschädlichen Treibhausgase mehr ausgestoßen werden. Doch seit neun Jahren ist Deutschlands CO2-Ausstoß nicht ausreichend gesunken, in manchen Jahren sogar gestiegen. Daher brauchen wir dringend Veränderungen in Energiewirtschaft, Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und Produktion. Doch bis die deutsche Wirtschaft treibhausgasneutral ist, ist es noch ein langer Weg. Das Verbundprojekt war nur der Anfang – das ist sicher.
Die Arbeit mit den Unternehmen auf dem Weg in die <2°-Wirtschaft hat mir viel Spaß gemacht. Es war zu sehen, mit welcher Begeisterung und Dynamik die Unternehmen zusammenarbeiten. In einem anderem Umfeld als im Unternehmen, können Ideen entstehen, die auch über das alltägliche Geschäft hinaus gehen. Außerdem haben wir viel gelernt über die Perspektiven und die Erfahrungen der Unternehmen im Bereich Klimaschutz, welche Hindernisse es gibt und wo auch die Politik aktiver werden muss. Auch wenn die Entwicklung von Ideen Zeit braucht: Durch Engagement und Zusammenarbeit können gute Lösungen entstehen. Und wir haben die Klimadiskussion und eine neue Zusammenarbeit in den Unternehmen und zwischen den Unternehmen angestoßen.
Nach eineinhalb Jahren unternehmensübergreifender Zusammenarbeit sind acht Projektideen für die <2°-Wirtschaft entstanden. Zum Beispiel:
Eine vollständige Liste der teilnehmende Unternehmen sowie Beschreibungen der acht Projektideen findet ihr unter www.2gradwirtschaft.de. Schaut auch gern mal in unser tolles Booklet vom Projekt rein.
Das Projekt „Weg in die <2°-Wirtschaft“ ist ein Beispiel, wie wir beim WWF mit Unternehmen zusammenarbeiten. Mit immer mehr Unternehmen arbeiten wir gemeinsam daran, Märkte und Branchen, Lieferketten, Produktion und Stoffkreisläufe nachhaltiger zu machen. Um die Klimakrise wirklich zu stoppen, braucht es noch viel mehr Unternehmen, die nachhaltig und im Rahmen der Grenzen unseres Planeten wirtschaften.
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Kein anderes Land verbrennt so viel Braunkohle wie Deutschland. Wir müssen raus, aus der Kohle, so schnell wie möglich. Hier 5 gute Gründe, warum Braunkohle so unfassbar schädlich ist. Warum wir aussteigen müssen. Besser jetzt als morgen.
Braunkohle ist ein fossiler Energieträger und enthält sehr viel Kohlenstoff, der bei Verbrennung in Form von CO2 freigesetzt wird. Das krasse: Pro erzeugte Kilowattstunde wird bei Braunkohle mehr CO2 als bei jedem anderen Energieträger ausgestoßen. Braunkohlekraftwerke stoßen rund drei bis viermal so viel CO2 pro Kilowattstunde aus wie ein modernes Gaskraftwerk. Braunkohle ist der größte Einzelverursacher von CO2. Und vier bis fünf der größten CO2-Schleudern Europas stehen in Deutschland.

Kein Land der Welt fördert mehr Braunkohle. Doch wenn wir alle bereits freigegebenen Braunkohlereserven verbrennen würden, würde Deutschland sein CO2-Budget für den gesamten Energiesektor ausschöpfen und die Atmosphäre um zusätzlich rund 3,84 Milliarden Tonnen CO2 belasten.
Das heißt: Die allermeiste Kohle muss eh im Boden bleiben. Schon im Jahr 2020 soll der deutsche CO2-Ausstoß gegenüber 1990 um 40 Prozent sinken. Bislang sind es 28 Prozent. Und die Abbaugenehmigung für den Tagebau Hambach läuft erst 2040 aus.
Fördern wir also weiter fleißig Braunkohle, schadet Deutschland sich selbst, dem Klima und ruiniert seine internationale Glaubwürdigkeit.
Braunkohle ist wenigstens billig. Von kohlefreundlichen Politikern und Lobbyisten hört man das immer wieder. Aber Braunkohle kommt bei Weitem nicht ohne Staatshilfen aus, wie von der Branche gerne gesagt wird. Im Gegenteil: Die öffentlichen Förderungen reichen bis in den dreistelligen Milliarden-Euro-Bereich.
Die Subventionen sind aber nur Teil der Kosten, die Braunkohle in der Realität verursacht. Auf gut 15 Milliarden Euro kommt eine jüngere Abschätzung der „quantifizierbaren gesellschaftlichen Kosten“ (pdf) der deutschen Braunkohle allein für das Jahr 2015. Verantwortlich sind „externe Kosten“, die durch CO2-Emissionen, Feinstaub, Quecksilber und andere Schadstoffe verursacht werden. Ebenso Energiesteuervergünstigungen, Sanierung der ehemaligen Tagebaue und so weiter.
Dazu kommen noch Kosten, die nur schwer festgehalten werden können, wie die Umsiedlung von Dörfern, die Verlegung von Autobahnen oder die Belastung von Grundwasser.
Was sich aber berechnen lässt sind die Kosten für stillgelegte Kraftwerke. Auch wenn die schlimmsten Dreckschleudern endlich vom Netz sind, bleiben einige in „Sicherheitsbereitschaft“ – also einem Stand-by für Notfälle. Kostenpunkt: 1,6 Milliarden Euro. Auch wenn keine einzige Kilowattstunde Strom fließt.
Das Umweltbundesamt hat zudem errechnet, dass jede Tonne CO2, die wir in die Atmosphäre blasen, 180 Euro Umweltkosten verursacht. Für das Jahr 2016 kommt man da auf ganze 46 Milliarden Euro.
Durch Braunkohle werden nicht nur Unmengen an CO2 in die Luft geblasen, sondern auch Stickoxide, Schwefeldioxid, Feinstaub und Quecksilber. Das ist nicht nur für die Umwelt eine Katastrophe, sondern dieser giftige Mix kann Atemwege schädigen, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Schlaganfälle auslösen.
Und deswegen sind Kohlekraftwerke für Tausende vorzeitige Todesfälle verantwortlich, wie eine Studie nachgewiesen hat. Damit sterben durch die giftigen Kohleabgase fast so viele Menschen wie im Straßenverkehr.
Die Kohletagebaue machen ganze Landstiche kaputt. Das betrifft nicht nur den Hambacher Wald, sondern auch Dörfer werden abgerissen. Mehr als 300 Siedlungen und rund 100.000 Menschen wurden umgesiedelt. Verlorene Heimat.
Deshalb: Am 1. Dezember 2018 raus auf die Straßen. In Berlin und Köln heißt es dann: Klima schützen – Kohle stoppen! Auf zur großen Klima-Demo im Doppelpack!

Wir brauchen Euch! Wir sehen uns!
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In freier Wildbahn aufgewachsene Wölfe sind für Menschen nicht grundsätzlich gefährlich. Der Wolf meidet Menschen in der Regel. 17.000 Wölfe leben in Europa. Das Wölfe in der Nähe von Siedlungen gesehen werden, gehört in vielen Ländern Europas zur Realität. Denn: Wölfe meiden den Menschen, nicht aber menschliche Strukturen. In Deutschland gibt es aber keinen einzigen dokumentierten Fall, in dem ein Mensch von einem gesunden, wildlebenden Wolf angegriffen wurde. Auch in stark touristisch genutzten Gebieten Europas wie etwa der Toskana, leben hunderte Wölfe vom Menschen weitgehend unbemerkt.
Wolfsbegegnungen sind sehr selten. Wenn Wölfe merken, dass Menschen – also eine potenzielle Gefahr – in der Gegend sind, verziehen sie sich in der Regel schnell und leise. Es kann aber sein, dass Menschen das Interesse von Wölfen erregen und Wölfe Menschen aufmerksam beobachten. Insbesondere Welpen sind sehr neugierig. Grundsätzlich sollte man bei Wolfsbegegnungen Ruhe bewahren. Auf keinen Fall auf die Wölfe zugehen oder ihnen folgen. Am besten langsam zurückziehen – und die Beobachtung an die entsprechende Stelle melden.
Wölfe leben fast überall. Von allen Säugetieren hatte der Wolf ursprünglich das weltweit größte Verbreitungsgebiet. Sie können sich enorm gut anpassen und haben die unterschiedlichsten Lebensräume besiedelt: die baumlosen Tundra, die Nadelwaldzone der Taiga, die Wälder der gemäßigten Breiten. Sie leben in der Steppe und sogar in den Wüsten Mexikos und der Arabischen Halbinsel. Wölfe gibt es in Sümpfen und in Gebirgen, in Meeres- und Festlandsklima, in menschenleeren und dicht besiedelten Gebieten, sogar in der Nähe von Großstädten wie Rom oder Berlin. Was Wölfe auf jeden Fall brauchen sind störungsarme Gebiete, in die sie sich tagsüber zurückziehen und ihre Jungen aufziehen können. Aber auch in den Menschen-geprägten Kulturlandschaften Westeuropas finden die Wölfe ein zu Hause – wenn wir Menschen sie als Nachbarn akzeptieren.
In Deutschland leben Wölfe konzentriert in einem Band vom Südosten bis in den Nordwesten Deutschlands. Die meisten Tiere finden sich in der Lausitz, vor allem in der Grenzregion zwischen Brandenburg und Sachsen. Im neuen Wolfsmonitoring 2017/2018 meldeten die Bundesländer 73 bestätigte Wolfsrudel, 30 Wolfspaare sowie drei sesshafte Einzeltiere. Damit ist die Anzahl der Rudel um 13, die der Paare um neun gestiegen.

In Westeuropa wurde der Wolf Mitte des 19. Jahrhunderts ausgerottet, in Deutschland wurde der letzte Wolf 1904 geschossen. Vor allem in den letzten 20 Jahren kehren die Europäischen Wölfe jedoch wieder in die früher von ihnen besiedelten Gebiete zurück. In Deutschland beginnt sich seit dem Jahr 2000 der Wolf wieder zu etablieren. Von den Abruzzen (Italien) wanderten sie Ende der 1990 Jahre wieder in die französischen Alpen ein. Insgesamt leben derzeit mehr als 18.000 Wölfe in Europa (ohne Russland).
Wölfe fressen etwa drei bis vier Kilogramm Fleisch am Tag. Der Wolf jagt in Mitteleuropa bevorzugt Rehe, Wildschweine und Hirsche. Wölfe jagen große Beutetiere im Rudel. Dadurch können Wölfe Tiere erbeuten, die ein Vielfaches ihres eigenen Körpergewichtes haben (Elche, Wisente). Zu mehr als 60 Prozent besteht ihre Beute aus jungen, schwachen oder alten Tieren. Hasen, Kaninchen, Murmeltiere, Füchse oder Biber runden den Speiseplan ab. Wölfe erbeuten aber auch Nutztiere, besonders Schafe und Ziegen, wenn diese ungeschützt sind. Pro Jahr sind das etwa 400 in Deutschland.
Wölfe töten nicht aus reiner Mordlust. Tötungen mehrerer Tiere auf einmal sind extrem selten. Das kommt dann vor, wenn die Beutetiere nicht flüchten. Diese Strategie verfolgen zum Beispiel Schafe, die bei Gefahr in eine dichte Gruppe bilden und an Ort und Stelle zu bleiben, oder durch einen Zaun am Flüchten gehindert werden. Gewohnt an flüchtende Wildtiere und Nahrungsknappheit in der Natur, töten Wölfe dann mehr Schafe, als sie auf einmal fressen können.
In freier Wildbahn können Wölfe 8 bis 16 Jahre alt werden, in Gefangenschaft bis zu 20 Jahre.
So:
Wölfe töten mitunter Hunde. Dann geht es um Rivalität, Konkurrenz, Territorium. In Skandinavien gibt es davon jedes Jahr mehrere Fälle. Was hilft: sich an die Regeln halten. In Wäldern herrscht in vielen Bundesländern aus gutem Grund Leinenpflicht. Sobald Hunde sich bei Menschen aufhalten, werden die Wölfe in der Regel fernbleiben. Entfernt sich der Hund allerdings sehr weit, kann es passieren dass Wölfen den Hund attackieren. Es sind daher meistens Jagdhunde im Einsatz, die Wölfen zum Opfer fallen. In Deutschland hat es bisher erst eine Handvoll Fälle gegeben, bei denen Hunde von Wölfen verletzt oder gar getötete wurden.
Die Rückkehr des Wolfes stellt aber Nutztierhalter vor neue Herausforderungen. Eine ungeschützte Schafsherde kann leicht zur Beute der Wölfe werden. Mit den steigenden Schäden steigt natürlich auch das Konfliktpotenzial. Gut funktionierender Herdenschutz ist grundlegend für die Akzeptanz des europaweit geschützten Wolfes. Dazu gehören Zäune und Herdenschutzhunde. Mehr Informnation dazu gibt es hier.
Alle Haushunde sind domestizierte Formen des Wolfes. Die Unterschiede zwischen Wolf und Hund variieren natürlich je nach Hunderasse. Man schaue sich nur einen Pudel oder einen Tschechischen Wolfshund an.
Tetndeziell kann man sagen: Die Schnauze ist bei Haushunden in der Regel kürzer als beim Wolf, Wolfsaugen sind gelb bis gelbgrün und stehen schräg. Ohren sind in der Regel kleiner und stets aufrecht. Wölfe lassen ihren Schwanz in der Ruhe nach unten hängen, Hunde tragen ihn häufig nach oben oder eingerollt.
Nur eine DNA-Analyse kann zweifelsfrei festzustellen, ob ein Tier nun Wolf, Hund, oder ein Wolfshybrid ist.

Wolfsspuren kann man nicht an Schritt- oder Pfotengröße allein feststellen. Die Pfotengröße von 7 bis 8 Zentimetern Breite und Länge) kann auch ein großer Hunde erreichen.
Eine Wolfsfährte weist jedoch charakteristische Merkmale auf. Wölfe setzen die Pfote in einer schmalen Spur und laufen auch über hunderte Meter genau geradeaus. Hund hingegen laufen gerne Zickzack und treten breiter auf.
Typisch für Wolfsspuren ist auch, dass man beim sogenannten „geschnürten Trab“ nur einen linken und einen rechten Pfotenabdruck erkennt. Der Wolf setzt die Hinterpfoten exakt in den Abdruck der Vorderpfoten: – das ist sehr energiesparend um über weite Strecken zu laufen!
Nein. Wölfe sind als stark gefährdete Tiere in Deutschland streng geschützt. Einzelne Wölfe dürfen aber unter Umständen getötet werden, um mögliche Gefahren für Menschen abzuwenden. Zeigt ein Wolf unerwünschtes Verhalten und nähert sich Menschen wiederholt und aggressiv, erteilen die Behörden nach genauer Prüfung des Einzelfalls dann eine entsprechende Sondergenehmigung. Es können so genannte Vergrämungsmaßnahmen durchgeführt werden, durch die das Tier wieder Scheu vor dem Menschen erlernen soll. Am Ende der Kette möglicher Maßnahmen steht die Tötung des Wolfes.
In Deutschland wurde das erste Mal im April 2016 in Niedersachsen die „Entnahme“ eines Wolfes angeordnet, weil mögliche Risiken als nicht mehr kalkulierbar eingestuft wurden. Der Wolf wurde getötet.
Der Wolf zählt in Deutschland zu den „streng geschützten“ Tierarten. Wolfslebensräume müssen erhalten bleiben und verbunden werden, damit Wölfe aus verschiedenen Vorkommen sich paaren können. Immer wieder werden in Deutschland Wölfe überfahren und illegal geschossen. Wir arbeiten auf vielen Ebenen, um dem Wolf wieder eine dauerhafte Heimat in Deutschland und Europa zu sichern. Um das Zusammenleben mit großen Beutegreifern zu verbessern hat der WWF das Projekt Euro Large Carnivores mit 16 Partnerorganisationen in ganz Europa ins Leben gerufen.
Der Beitrag 13 Fakten über den Wolf erschien zuerst auf WWF Blog.