Seesen / Stuttgart, 23. Juli 2019 – Tierquäler gesucht: Einer Polizeimeldung zufolge fanden Passanten am Sonntag um 21:05 Uhr zwischen der Schildbergschule und der Straße „An der Ziegelei“ …

respect nature & human rights
Sommerzeit ist Festival-Zeit. Gefühlt jedes Wochenende kommen selbst in den abgelegensten Ecken Deutschlands massenweise junge, aber auch gar nicht mehr so junge, Musik- und Tanzbegeisterte zusammen, um in eine ausgelassene Parallelwelt zu entfliehen. Häufig bleibt neben bunten Erinnerungen vor allem eins: tonnenweise Müll. Aber feiern auf dem Festival geht auch umweltfreundlich. Deswegen haben wir für euch eine Checkliste in Sachen Nachhaltigkeit und Zero Waste zusammengestellt. So ganz ohne Abfällen zwischen den Füßen lässt es sich eh viel besser tanzen.

Ein gelungenes Festival-Wochenende will gut geplant sein. Wenn man von Anfang an dabei nachhaltig denkt, dann steht einem wahrhaft grünen Outdoor-Wochenende nichts mehr im Wege.
Wir liefern euch eine ultimative Checklist für euer nächstes nachhaltiges Festival. Denn wer die richtige Ausrüstung und Produkte am Start hat, hat eh schon gewonnen.
Woran ihr denken solltet:
Die billigen, nicht sonderlich beständigen sogenannten “Festivalzelte” (oder vielmehr “Einwegzelte”) sind quasi vorprogrammierter Müll und müssen nicht sein. Lieber mal im Bekanntenkreis umhören, wer ein Zelt und Zubehör für ein paar Tage entbehren kann.
Hier es muss natürlich nicht gleich der Meissner-Porzellanteller sein, aber beispielsweise bietet Emaille eine gute Alternative. Darauf können auch super die Pommes von der nächsten Fressbude drauf portioniert werden. Wer wirklich auf Einweg nicht verzichten will, sollte zumindest zu solchem aus zum Beispiel Bambus greifen.
Da Flaschen in der Regel auf dem Gelände verboten sind, dafür aber häufig kostenlose Trinkwasserstellen angeboten werden, empfehlen wir Trinkbeutel oder faltbare Flaschen.
Auch hier gilt: Sprecht euch ab und plant vorausschauend. Wer seine Speisen gut vorbereitet, hat am Ende weniger Reste. Es eignen sich häufig vegane Angebote, da diese in der Regel länger haltbar sind und im Fall der Fälle auch mal ohne Kühlschrank überleben.
Zugegeben, die tägliche Pflege genießt auf Festivals meistens nicht oberste Priorität. Die mitunter rare Erfrischung ist dafür umso wohltuender. Abermals gilt: Neues kaufen ist unnötig, erst recht nicht die kleinen Reisepackungen aus Plastik. Wer weniger schleppen will, kann in Mehrweg-Behältnisse abfüllen. Oder auch die gute alte Seife am Stück erfüllt ihren Zweck. Es gibt darüber hinaus verschiedene Möglichkeiten, die nachhaltigen Pflegeprodukte unkompliziert selber herzustellen. Übrigens gibt es auch biologisch abbaubare Mückensprays, Katzenminze tut es aber auch.
Für viele gehört das lustige Kostüm oder Woodstock-Gedächtnis-Outfit zum Festival-Standardprogramm. Aber: Es muss ja nicht immer gleich neu gekauft werden. Egal ob Secondhand, recycelt oder gar upcycled, unter Garantie gibt euer Kleiderschrank, der eurer Eltern oder die Kostümkiste noch genug für den perfekten Festival-Look her. Und für die, die es auch gerne mal glitzernd mögen: Das klassische Makeup-Glitter ist ja quasi bereits das vorgefertigte Mikroplastik und wirklich unschön zum Wiedereinsammeln. Viel besser: Alternative Glitter, die auf pflanzlichen Stoffen basieren und sich zersetzen.

Wenn es dann endlich soweit ist, du alle Vorbereitungen getroffen hast und schon im Öko-Feier-Modus bist, gibt es nur noch die üblichen Leitregeln des nachhaltigen Beisammenseins zu beachten:
Über jedes Stück Müll, was weniger durch die Gegend fliegt, auch wenn er nicht mal von dir ist, freut sich die Umwelt. Also einfach die Augen nach Müll und dem nächsten Mülleimer offen halten. Auch wenn du schon längst davon absiehst, begegnet man ihnen dennoch: Einweg-Produkten. Egal ob Einweg-Gabel oder Strohhalm, mit einem freundlichen “Nein, danke” ist es meistens getan. Und bitte auch keine Kippen achtlos in die Gegend werfen!

Grundsätzlich gilt also: So wenig Müll produzieren wie möglich oder noch besser zero waste is key! Wenn dann auch noch die Veranstalter mitdenken und ihren Teil beitragen, steht der wunderbaren nachhaltigen Festival-Parallelwelt nichts mehr im Wege.
Der Beitrag Festival-Checkliste: So geht umweltfreundlich feiern erschien zuerst auf WWF Blog.