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respect nature & human rights
Wer surft liebt das Meer, liebt den Strand. Vor der Kraft des Wassers haben wir Respekt, jeder von hat auch schon kräftige Schlücke Salzwasser genommen. Unfreiwillig, aber lehrreich. Weitgereiste Surfer:innen sollen alle Weltmeere am Geschmack erkennen können. Kleiner Scherz. Aber ich finde: Wir verbringen so viel Zeit am und im Wasser, da sollt doch gerade uns eine intakte Umwelt besonders am Herzen liegen.
Wir Surfer:innen sind von einer intakten Umwelt und besonders von einem intakten Lebensraum Ozean abhängig! Niemand will in Abwasser oder Plastikmüll baden oder surfen. Viele Surfende sammeln schon Müll am Strand, kämpfen für den Schutz der Meere, viele sind Veganer. Das ist gut. Gleichzeitig haben wir ein Problem. Das beste Beispiel bin ich selbst.

Ich wohne in Berlin. Was auf seine Berliner Art sehr geil ist, aber echt weit weg vom Meer liegt. Ok, zur Ostsee sind es nur ein paar Stunden und es gibt sogar Züge zur Küste. Wirklich brauchbare Wellen gibt es aber erst an der französischen Atlantikküste (außer an ein paar legendären Tagen in Dänemark). Berlin — Biarritz, das sind 1500 Kilometer ein Weg. Mit dem Zug echt schwer zu erreichen. Von den wirklichen Surfparadiesen in Asien oder Amerika will ich gar nicht anfangen. Natürlich kenne ich die Zahlen, ein Flug zu den Traumstränden nach Kalifornien macht sechs Tonnen Co2. Da wird mir ganz schlecht. Kognitive Dissonanz, sagen da kluge Leute dazu.
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Natürlich fliegen nicht nur Surfer:innen. Aber vielleicht liegt uns die Umwelt wirklich mehr am Herzen. Unsere Umwelterfahrungen sind eben direkter als die beim Golfen. Ich engagiere mich daher seit Jahren bei der Surfraider Foundation. Diese NGO wurde 1984 in Malibu gegründet, als sich das Wasser an diesem fast heiligen Ort des Surfens zunehmend zur Dreckbrühe verwandelte. Die Arbeit hatte Erfolg, die Wasserqualität wurde wieder besser.
In Deutschland sind wir seit 2011 aktiv und versuchen unseren Sport mit Umweltschutz zu verbinden. Wir engagieren uns hauptsächlich gegen die Vermüllung der Meere und den Schutz lokaler Surfspots auf allen Ebenen. Wir haben vielleicht mit den inzwischen so populären Beach Clean Ups angefangen. Klar, an den Ursachen des Plastikmülls ändert das Nichts. Aber es setzt ein Zeichen. Und manchmal hilft es einem selbst, wenn man den Dreck einfach nicht, mehr sehen kann. Egal wo. Wir haben in Berlin auch schon Parks aufgeräumt. Kronkorken und Kippen gehören genauso wenig in den Park wie an den Strand, wa, liebe Berliner:innen?

Was wir aber vor allem wollen, ist Surfer:innen und eigentlich allen Wassersportler:innen Verantwortung für das eigene Handeln in der Natur mitzugeben.
Wir lieben das Meer. Es verdient unseren allergrößten Respekt. Daher meine dringende Bitte an alle: Genießt das Meer — und gebt mehr zurück, als Euch das Meer gibt.
Der Beitrag Surfen und Umwelt: Hang Loose, aber grün erschien zuerst auf WWF Blog.