Amnesty beobachtet mit Sorge die Weigerung des noch amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, das Wahlergebnis vom 3. November 2020 anzuerkennen und sein Amt friedlich zu übergeben.
Fischotter: 10 Fakten über das Tier des Jahres 2021
Fischotter leben bereits seit fünf Millionen Jahre auf dieser Erde, doch sie sind vom Aussterben bedroht. Die Deutsche Wildtierstiftung hat den Fischotter (lutra lutra) zum Tier des Jahres 2021 gewählt, um auf die Bedrohung der heimischen Wassermarder aufmerksam zu machen. Ein guter Anlass, um sich die faszinierenden Tiere mal genauer anzuschauen. Leider bekommt man sie selten zu Gesicht, da es nur noch wenige Exemplare gibt, die dazu noch nacht- und dämmerungsaktiv sind.
1) Sie haben das dickste Fell
Im Gegensatz zu Meeressäugern wie Walen oder Robben haben Fischotter keine Fettschicht, sondern ein unglaublich dichtes Fell, dass sie vor Nässe und Kälte schützt. Auf einem Quadratzentimeter Haut befinden sich bis zu 70.000 Haare – der Mensch hat dagegen auf gleicher Fläche im Durchschnitt nur 200 Haare auf dem Kopf. Insgesamt kommen so bis zu 140 Millionen Haare zusammen, die für die notwendige Isolation sorgen. Die Haarschichten sind miteinander verzahnt und bewirken, dass im Wasser Luft zwischen ihnen eingeschlossen wird, die der Wärmeregulation dient. Bei Tauchgängen werden diese Luftpolster durch den Druck zum Teil wieder aus dem Fell gepresst, was zu langen Blasenketten führt, die tauchende Otter hinter sich herziehen.

2) Fischotter wurden früher mit Hunden bejagt
Sein einmaliges Fell wäre dem Otter fast zum Verhängnis geworden: Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Fischotter bejagt und beinahe ausgerottet, um ihre kostbaren Pelze zu verarbeiten. Jäger stellten ihnen mit Otterhunden, einer speziell für die Otterjagd gezüchtete Hunderasse, nach und kassierten Prämien für jedes erlegte Tier.
3) Guten Hunger
Otter haben einen sehr schnellen Stoffwechsel und müssen deshalb essen, was das Zeug hält. Sie nehmen täglich zwischen 15 und 25 Prozent ihres Körpergewichts an Nahrung zu sich. Die lose Haut des Otters ermöglicht es den Tieren kleine Taschen zu bilden, in denen sie immer etwas zu essen bunkern können!
Da die Otter so viele Fische fressen, wurden sie lange Zeit als Schädlinge an Fischteichen stark bejagt und viele Fischotter ertranken in Fischreusen. Heute schützen Elektrozäune und Otterkreuze (Metallgitter an den Reusen) die bewirtschafteten Zuchtteiche vor dem Fischliebhaber.

4) Ottermännchen nehmen Junge manchmal als “Geisel”
Wie gesagt, müssen Otter wegen ihres Stoffwechsels eine Menge essen. Wenn sie aber nicht genug Nahrung bekommen, wird‘s bei den Ottern ungemütlich. Ottermännchen nehmen Junge als Geisel, bis die Mutter des Babys mit Futter für dessen Freilassung bezahlt.
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5) Früher galten sie als Delikatesse während der Fastenzeit
Apropos Essen: Das Fleisch des Fischotters stand früher sogar auf dem menschlichen Speiseplan. Als Tier, das überwiegend im Wasser lebt, galt der Otter für die Kirche als „Fisch“ und durfte deshalb auch in der Fastenzeit gegessen werden. Wie übrigens auch der Biber.
6) Fischotter können bis zu sieben Minuten tauchen
Otter können problemlos bis zu sieben Minuten unter Wasser bleiben. Sie haben Schwimmhäute an den Pfoten, die für den Antrieb beim Schwimmen und Tauchen sorgen. Wie artistische Kunstschwimmer jagen sie Fische und tauchen nach Amphibien. Fischotter können nahezu lautlos schwimmen und dabei alle Geräusche und Gerüche wahrnehmen. Während sich der übrige Körper im Wasser befindet, liegen die Sinnesorgane auf einer Linie kurz oberhalb des Wasserspiegels. Mit Hilfe der stark ausgeprägten Vibrissen (Tasthaare) machen Fischotter ihre Beute auch im trüben Wasser ausfindig.
7) Kot, der nach Veilchen riecht
Zur Revierabgrenzung setzen Fischotter häufig Kotmarkierungen an herausragenden Steinen oder anderen prominenten Stellen ab. Die Losung hat einen charakteristisch tranigen Geruch. Der Kot heißt in der Fachsprache “Otterlosung” und kann nach Veilchen riechen. Er enthält unverdauliche Schuppen und Gräten von Fischen.

8) Otter-Mütter adoptieren verwaiste Babys
Wenn Otter-Babys von Menschen großgezogen werden, werden sie zu anhänglich, um in der Wildnis allein klarzukommen. Darum überlassen viele Aquarien die Aufzucht von sechs- bis achtwöchigen Babys oft anderen weiblichen Ottern.
9) Fischotter hassen Brücken
Eine merkwürdige Eigenart, die den Tieren oft das Leben kostet, ist dass sie es strikt vermeiden, unter Brücken hindurch zu schwimmen. Sie laufen lieber neben dem Wasser her. Das geht natürlich nur, wenn es unter den Brücken noch rechts und links Wege gibt. Sonst nehmen sie lieber größere Umwege in Kauf und leider auch manchmal den gefährlichen Weg über die Straße. Der Straßenverkehr gehört zu den größten Bedrohungen der Wassermarder. Warum die Otter Brücken meiden, konnte bisher noch nicht geklärt werden. Man kann aber künstliche Wege unter den Brücken bauen, so genannte Bermen. Die werden dann gern angenommen und nicht mehr so viele Otter überfahren.
10) Otter ist nicht gleich Otter
Der Fischotter hat noch einen Verwandten in Übersee — den kalifornischen Seeotter. Seeotter sind besonders schlaue Tierchen, die Steinwerkzeuge nutzen, um Muscheln und Krebse zu knacken. Seeotter halten oft Händchen beim Schlafen und umwickeln sich mit Seetang, damit sie nicht von der Strömung weggetrieben werden. Das hat unser heimische Otter nicht nötig.…
Weitere interessante Fakten über den Otter findet ihr auch in unserem Artenlexikon. Und wer wissen will, was den Otter vom Biber unterscheidet, kann hier nachlesen.
Was können wir für die Otter tun?
Das wichtigste, das wir für den Erhalt des Fischotters tun können, ist ihren Lebensraum zu schützen. Dabei ist vor allem die Gewässerqualität von entscheidender Bedeutung, vor allem für seine Lieblingsbeutetiere: die Fische. Die Begrenzung von Schadstoffeinträgen, das Anlegen und die Renaturierung von Gewässern und der Erhalt naturnaher Uferstrukturen sorgen für eine Entspannung der Otter-Population. Besonders wichtig ist es, dass Brücken fischottergerecht so umgebaut werden, dass die Fischotter trockenen Fußes unter den Brücken durchlaufen können.
Für echte Otter-Fans empfiehlt sich die Seite https://www.otterspotter.de/verhalten-und-lebensweise. Hier kann man die süßen Tiere bei ihrem Treiben beobachten.
Der Beitrag Fischotter: 10 Fakten über das Tier des Jahres 2021 erschien zuerst auf WWF Blog.
Assange wird willkürlich in Haft gehalten
Gute Vorsätze: Plastik vermeiden!
Eingeschweißte Gurken. Tomaten in Plastikschalen. Shampoo in Kunststoff-Flaschen. Und einzeln verpackte Bonbons in der Tüte: Nach jedem Supermarkt-Einkauf kann ich einen Sack für die Gelbe Tonne füllen. Und wenn man nicht gerade im Unverpackt-Laden oder auf dem Wochenmarkt einkauft, ist es fast unmöglich, der Plastik-Seuche zu entkommen. Oder?
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Fakt ist: Weltweit steigt der Kunststoffverbrauch immer noch rasant. Die Welt wird mehr und mehr zur Müllkippe. In den letzten beiden Jahrzehnten hat sich der Verbrauch von Plastik in den Haushalten verdoppelt. Pro Kopf fallen mittlerweile rund 40 Kilogramm an. Und das ach so grüne Deutschland liegt dabei ganz weit vorn. Jede Minute erreicht eine Lkw-Ladung Plastikmüll die Ozeane, was einen Eintrag von etwa zehn Millionen Tonnen pro Jahr bedeutet. Tendenz steigend!
Die Pandemie befeuert die Plastik-Krise!
Durch die Corona-Pandemie schwillt der Kunststoff-Berg noch drastischer an. Weltweit werden massenhaft Gesichtsschutzschilder, Schutzkittel, Handschuhe und ähnliches produziert. Auch viele Mund-Nasen-Masken bestehen zumindest teilweise aus Kunststoff. Mal abgesehen davon ernähren sich momentan viele Menschen (inklusive mir) von To-Go-Essen aus Bergen an Styropor-Behältern. Und da ich das Café um die Ecke unterstützen will, hole ich mir auch noch schnell einen Coffee to go im Einwegbecher, da viele Gastronomen aufgrund der Hygienevorschriften meinen Mehrwegbecher nicht akzeptieren.
Arrgg, ich gelobe Besserung!
Wo steckt Plastik drin? Überall!
Bei Verpackungen kann man Plastik mit normalem Menschenverstand identifizieren: PET-Flaschen, Folie oder Tüte – ganz eindeutig Plastik. Weniger offensichtlich ist Mikroplastik. Die kleinen Kunststoffteilchen sind einfach überall. Wo Forscher suchten, wurden sie fündig: Im arktischen Meereis, in der Tiefsee und zuletzt sogar in der menschlichen Plazenta. Auch im Trinkwasser, in Honig, Fisch und in Muscheln wurde kürzlich Mikroplastik nachgewiesen.
Wir können quasi nicht verhindern, dass wir selbst Mikroplastik aufnehmen. Es ist überall.

Woher kommt Mikroplastik?
Zu den Quellen für Mikroplastik zählen u.a. der Abrieb von Reifen, der Verschleiß größerer Plastikteile (z.B. durch in der Natur weggeworfene Verpackung) oder auch der Abrieb von Straßen, Kunstrasen oder Spielplätzen. Über Flüsse, Abwasser oder städtische Abflüsse werden die kleinen Kunststoffteile ins Meer gespült. Auch über die Luft kann Mikroplastik verweht werden und ins Meer gelangen. In den Boden gelangt Mikroplastik z.B. über Klärschlamm, der auf Äckern ausgetragen wird.
Mikroplastik entsteht auch beim Tragen und Waschen von synthetischer Kleidung (v.a. wegen der Reibung und Abnutzung). Und wenn Kleidung gewaschen wird, dann gelangen die kleinen Partikel in die Kläranlage und werden nicht immer alle herausgefiltert. 35 Prozent des Mikroplastiks im Meer stammt vom Faserabrieb bei der Textilwäsche.
Besonders Fleece-Textilien und synthetische Kleidung sind hierfür verantwortlich.
Wer mehr hierüber erfahren möchte, kann sich einen Kurzfilm zu unserem Projekt „TextileMission“ anschauen.
Eine Übersicht, wo die Kunststoffteilchen noch versteckt sind, gibt s hier: https://itsinourhands.com/herausforderung/verstecktes-plastik-im-alltag
Einmal Plastik, immer Plastik
Das Problem an Mikroplastik: Sind die kleinen Partikel einmal in der Umwelt, lassen sie sich kaum mehr entfernen. Einige Forscher schätzen die Abbauzeit von Kunststoff auf bis zu 2000 Jahre. In dieser Zeit können die Kunststoffteilchen viel Schaden anrichten und ganze Ökosysteme zerstören. Erste Studien zeigen, dass sich durch Mikroplastik das Wachstum von Organismen drastisch verschlechterte und die Sterblichkeit erhöhte.

Was wir gegen die Plastikschwemme fordern?
Wir beim WWF fordern politische Lösungen für das Plastik-Problem, da die Verantwortung nicht allein auf den Verbraucher abgewälzt werden darf. Immerhin haben die Bundesregierung und die EU kürzlich schon einige Maßnahmen ergriffen, wie das Verbot von Einweg-Plastik-Geschirr. Zudem legte das Bundesumweltministerium einen Fünf-Punkte-Plan für weniger Plastik und mehr Recycling vor.
Da das Plastikproblem aber nur global gelöst werden kann, fordern wir, dass Abfallvermeidung, Sammlung und Recycling verbessert werden. Wir setzen uns für ein UN-Abkommen gegen den Eintrag von Plastikmüll in die Weltmeere ein und fordern Gesetze für eine „Erweiterte Produzentenverantwortung“. Das bedeutet, dass sich die Wirtschaft als Verursacher mit an den Kosten für Abfallsysteme und Entsorgungskosten beteiligen muss.

Meine Anti-Plastik-Maßnahmen für dieses Jahr
Ok, nur der Politik den Ball zuzuschieben, ist vielleicht aber auch zu einfach. Jeder von uns kann etwas tun. Hier sind meine Plastik-Vermeidungs-Vorsätze:
- Ich nehme mir vor, weniger verpackte Lebensmittel einzukaufen und stattdessen öfter auf den Markt zu gehen, um frisches, regionales Obst und Gemüse zu kaufen. Wichtig: Auch hier auf die Papiertüten zu verzichten, die einem sofort gegeben werden, wenn man ein Pfund Tomaten kauft. Es lebe der Jutebeutel! Wer keinen Markt in der Nähe hat, kann aber auch den Unverpackt-Versand testen.
- Mehr selbst kochen statt To-Go-Essen. Die Gastronomie unterstütze ich nur noch, wenn ich das Essen in mitgebrachte Behältnisse füllen lassen darf. Im Zweifel: Darauf ansprechen und Überzeugungsarbeit leisten! Und ansonsten wird selbst gekocht – zur Not schon am Vortag (neudeutsch nennt man das meal prepping). Klar, dass ich den To-Go-Becher immer bei mir trage. Am besten immer nach dem Abspülen sofort wieder in die Tasche packen, damit er nicht vergessen werden kann.
- Mehrweg statt Einweg. Gilt für fast alles, außer Kondome vielleicht (aber da gibt’s Einhorn als nachhaltige Alternative
). Zum Glück hat Sohnemann Spaß an Upcycling-Projekten und verwertet die Verpackungsreste und anderes Ausrangiertes zum Schluss als Kunstwerk. - Festes Shampoo und Duschbad sowie mehr Naturkosmetik. Gerade in Kosmetik versteckt sich Mikroplastik, daher schaue ich ab sofort genauer auf die Inhaltstoffe. Apps wie Code Check helfen dabei, die Übeltäter zu identifizieren. Und auch wenn es kleinlich klingt: Wenn man die Zahnpastatube aufschneidet, kann man sich noch eine Woche länger davon die Zähne putzen. Das Gleiche gilt für Shampoo-Flaschen. Hierfür gibt es übrigens inzwischen auch feste Alternativen (Duschbad und Shampoo als Seifenstück) sowie Nachfüllstationen in Drogerien.
- Weniger online bestellen und generell weniger konsumieren. Ich komme seit Monaten mit ein paar Jogginghosen und wenigen Zoom-tauglichen Oberteilen aus, daher fällt mir der Verzicht aufs Onlineshoppen nicht so schwer. Und wenn ich doch mal etwas Neues brauche, kaufe ich bei nachhaltigen Shops (z.B. Avocadostore) und versuche das Verpackungsmaterial wiederzuverwerten. Ausrangierte Kleidung werfe ich in offzielle Sammelbehälter oder gebe sie später im Second Hand Shop (z.B. Oxfam) ab.
- Life-Hacks beim Waschen: Seltener Waschen und die Wäsche lieber mal zum Auslüften raushängen. Kleine Flecken können auch mit der Handwäsche rausgerubbelt werden. Wenn die Wäschetruhe dann doch überquillt: Die Waschmaschine richtig voll beladen. Das verbessert nicht nur die Energiebilanz, sondern vermindert auch den Abrieb von Kunststofffasern.
- Müll noch sorgsamer trennen. Ok, ich gebe zu, dass ich ein Müll-Trenn-Muffel bin, aber gelobe Besserung. Also öfter mal Verpackungen auseinandernehmen, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen und in Gelbe Tonne und Restmüll trennen. Beim Joghurtbecher kann man zum Beispiel oft noch die Banderole abziehen und in den Papiermüll schmeißen. Und noch ein Tipp: Auch Verpackungen, die als biologisch abbaubar oder kompostierbar bezeichnet werden, nicht in den Bio-Müll schmeißen (sondern in den Restmüll/schwarze Tonne!)!
Beenden wir die Plastikflut! Wenn ihr uns unterstützen wollt, unterschreibt unsere Petition gegen Plastikmüll in den Meeren!
Ihr kennt noch mehr Vermeidungsstrategien gegen Plastik? Dann schreibt mir gern eure Tipps in die Kommentare!
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